Im März 2001 hän mini domoligi Liebschti und ich eini vo de ydrüggligschte Rais in Angriff gno, Auschtralie. Uns isch bewusst gsi, dass mr unbezahlte Urlaub hätte muesse näh, um ganz Auschtralie z beraise. Also hämmer uns für d Oschtküschte und dr Outback entschiede. Vo Vorteil isch gsi, dass mi Schatz scho emoll in Gnuss vonere Auschtralie-Rais cho isch und d Weschtküschte scho beraist het.

Flugroute ✈️

Basel – Frankfurt – Singapore – Sidney

Sidney – Brisbane

Cairns – Darwin

Darwin – Alice Springs

Adelide – Bankok- London- Basel

Roadtrip 🚗

Brisbane – Cairns (1200km)

Alice Springs – Adelide (2500km)

Kängurus, Koalas, Walabis und wildi Natur puur! „The flying doctors“, Opal, Uluru und Sunshine Coast! Kakadu-Nationalpark, Schmetterling-Farm in Kuranda und Flussfahrt in Adelide. Schnällboot nach Kangaroo-Island, Glasbode-Boot ins Great Barrier Reef und „Flooded Roads“ im Northern Theritory.

Basel – Frankfurt – Singapore – Sidney: 23 Std. unterwägs, mr sin endlich in Sidney. Uf de Fluhäfe het alles klappt, sogar unser Gepäck isch trotz churze Ufenthält rächtzytig a cho. In Frankfurt hämmer uf em Flughafe no d „Sky Line-Bahn“, e vollautomatisch als Hochbahn bauts Persone-Transportsystem für de Terminalwächsel gnosse. Iwandfrey und perfekt. In Singapore hämmer ca. 2 Std. Ufenthalt gha. Dört het`s mr s erscht Mohl d Sprooch verschlage. E näggscht Mohl (dass sin mr uns einig gsi) würde mr 2,3 Nächt in Singapore bliebe und hätte d Badhose im Handgepäck und nid in de Koffer. Jetzt het`s doch tatsächlich uf em Dach vom Flughafegebäude, e Pool mit ere Longue und Bar gha. Mr hän nid chöne wiederstoh und hän Mitte in dr Nacht mit fantastischem Usblick, e Drink gnosse.

Sidney, e gewalts multikulturelli idrügglichi Stadt. Vermuelich meh Tourischte als Iheimischi. Jo, au mir sin go sOperehuus bsueche, e Schifffahrt unter dr Harbour-Bridge gnosse und ha sogar scho s erschte grössere Bild in „The Rocks“ kauft. „The Rocks“, s älteschte Stadtviertel vo Sidney und e Bsuech wärt. Es isch e Viertel wo Künschtler ihri Gallerie usstelle. Aborigines, I`heimischi und Zuegwandereti. S Bild neu i gramt, hängt hüt no i mim Wohnzimmer, näbem „Bullroarer“. Das isch die international, änglischi Bezeichnug für das bemolte Stück Holz mit langer Schnur.

Im dütschsproochige „Schwirrholz“ und d Aborigines nenne`s „Tjurunga“ (oder Churinga). Nid eifach e Spielzüüg wo me im Kreis durch d Luft schwingt, sondern e heiligs Kult-Instrumänt. Tatsächlich ghört`s durch`s pulsierende Brumme oder Summe zu aim vo de ältischte Musikinstrumänt vo dr Menschheit und isch historisch vo Naturvölker uf fasch allne Kontinänt gnutzt worde.

In der australischen Opal-Stadt Coober Pedy leben Menschen aus über 45 verschiedenen Nationalitäten zusammen.

Der Name der Stadt leitet sich vom Aborigine-Begriff „kupa piti“ ab, was übersetzt „Loch des weissen Mannes“

Obwohl die Kleinstadt mitten im Outback laut den Daten des Australian Bureau of Statistics nur rund 1.500 bis 1.700 Einwohner hat, gilt sie als extrem multikulturell: Mehr als ein Viertel der Bevölkerung wurde ausserhalb von Australien geboren.

Die anderi Syte vo Auschtraalie: Begägnige, wo under d Hut gohn

Bevor mir nach Alice Springs yygfahre sin, hän mir zwo Nächt vor dr Stadt im Heritage Caravan Park verbrocht. Dert hän mir e dütlichi Kehrsyte vo däre Outback-Idylle gseeh. Schliisslig isch uns ufgfalle, dass scho am friehe Morge Gruppene vo Aborigines z Fuess uf em Highway richtig Alice gloffe sin – und am Obe hän si dert am Stroosserand zwüsche de Bäum und Wissene gschlofe.

Einisch het uns e Ma mit zwei Fraue noch Gäld gfrogt. E herrlichi, aber glychzytig truurigi Szene. Ich ha ihm e bitzeli Gäld welle gäh, aber mi Schatz het gmeint: „Nei, das machsch nit, däre chauft dodrmit doch nur Zigarette.“ Wo die zwei Fraue das ghört hän, sin si lüt worde und hän sich yyforsch gmischt. Doch dr Ma het d Fraue sofort energisch zruggpfiffe und dütlich gmacht: Das sye sini zwei Fraue, und die hän nüt z’säge. Do het’s mim Schatz d Sprooch verschlooge! Zum d Situation z’bämsige, ha-n-i mini Zigarette vuregholt und jedem eini gäh. S isch e bitz brenzlig gsi, und am Änd hän d Fraue ihri Glimmstängel vermuetlich doch em Ma muesse abgäh… 🙁

Am nägste Tag in Alice Springs isch s denn no brutaler worde. Mir schländere gmüetlich durch s Städtli, wo uns d Polizei uffallt. Ihr Auto het hinten e eifachs Gitter gha. Mi Fründin meint no: „Lueg, die gön die streunende Hünd go fange.“

Aber s isch makaber gsi: Wo mir nächer ane sin, hän mir gseeh, dass hinde im Gitterwooge Aborigines gsässe sin. En Yyheimische het uns d bitteri Wohrheit erklärt: D Mänschen wandere täglich z’Fuess uf Alice yyne – und d Polizei sammlet si (wäg de Tourischte!) wider yy, zum se us dr Stadt z’bringe. Unvergässe, truurig und scho brutal.

Mi Fazit: Über 80% vo de Aborigines hän e Lääbe lang IHR Land no nie verloo – eifach, will ihne d Meglikait gar nie gäh worde-n-isch. Ich hoff hüt, nach 25 Johr, gseeht s dert hinde e bitzeli andersch us. Aber wänn i ganz ehrlig bin, zwyyfli ich arg dra. Im Gegetail.

Sydney: Kolonial-Kitsch und d Realität am Hafe

E „perverses“ Bild ha-n-i au hüt no glasklar vor Auge, wo mir z Sydney am Hafe gstande sin. D Queen Elizabeth – e gwaltig, stolz Schiff – isch dert grad vor Anker gange. D Passagier-Träppe isch scho parat gstande, und unte am Ändi vo dr Träppe hän zwei Uniformierti in däre Affehitz mit dicke Pelzhüet uf em Chopf gstande und hän uf dr Trubete gspiilt. Volle Kolonial-Kitsch bi 35 Grad.

Und was gseeht mä nur zwanzig, dryssig Meter näbedra? Dert sin drey, vier Aborigines am Bode gsässe und hän Didgeridoo gspiilt. Vermuetlich hän si vom Reiseplaner vo däm Luxusdampfer e paar Franke kriegt, darmit s für d Tourischte schöön „exotisch“ usgseeht. Dä Kontrast zwüsche em riiche, britische Prunk und dr indigene Kultur, wo zur Tourischte-Attraktion degradiert wird, isch eifach verruggt.

Dr Uluru: Weisse Handschuhe und dr Hochmuet vo dr westliche Wält

Scho seli frieh am Morge sin mir vo Alice Springs richtig Uluru losdüst. Jo, au mir sin zwo vo däre Kompany gsi, wo däm uralte Ayers Rock unbedingt hän welle vis-à-vis stoh. Und jo: Wo dä Koloss vure-n-isch, het’s uns dr Schnuuf verschlooge!

Aber dert aacho, het dr Wahnsinn aagfange. Dert sin scho öbe zwölf grossi Reisecar gstande. Gwüssi Reiseunternähmer hän Tisch und Bänkli usegstellt und dr Kundschaft e Zmorge serviert – do hän mir no gschmunzelt und dänggt: E glatti Idee. Doch wo mir vumene Spaziergang am Fuess vum Bärg zruggcho sin, hän mir e Glotz-Auge kriegt: E riisigi Mänschekolonne isch wie d Ameise richtig Spitze ufe-g-waggset. D Lyt sin dodrmit datsächlich uf das absolute Heiligtum vo de Aborigines nufgedrampelt!

Es sin nit eifach „Tourischte“ gsi – es sin mir Wissi gsi, vor allem us dr westliche Wält. Mir meyne jo hüt no vilmol, mir chönne uns überall ufe dr Ärd alles erlaube, solang dr Bryys stimmt. Mä mues sich das eimool bildlich vorstelle: Wär doch e genials Bild, wänn mir emol Aborigines bi uns in Basel uf s Minschter-Dach oder e Chille-Ggugge ufechlättere sähti… Aber nei, do isch sälbst dr Sarkasmus am falsche Platz.

Und jetzt chunnt d Chreunig vo däre Arroganz: Mir gseehn, dass etlichi vo däne Lyt dert wissi Händsche aagha hän. Was sött denn das?! E Reiseleiter het uns ganz ernscht erklärt: Die wänn de Aborigines gegeryber „Achtig und Erfurcht“ zeige, indäm si dr Bärg nit mit de blosse Händ alänge. Mir isch s Lache und s Weine zvorderscht gstande! Ich ha zu miner Fründin gsait: „Du, wänn mir in zwanzig Johr mall chöme, het’s dert hinde dängg e Lift.“

Dä Hochmuet am Bärg isch jo im Grund gnoo s Gliche im Chliine gsi, wie s d Kolonialmächte im Grosse vorgmacht hän: E ganzes Land wie Auschtraalie eifach unter de Nagel risse, d Uyyheimische systematisches unterdrugge und d Natur ungeniert ussbüte.

Hüt, 25 Johr spöter, isch d Beschtiigig vum Uluru ändli verbotte. Einisch het d Grächtigkeit über dr westlichi Übermuet gsiegt. Bravo!


Under dr Ärde: Coober Pedy, Opal-Fieber und dr Himmel vo de Träum

Eins vu de absolute Highlights im Outback isch natürli Coober Pedy gsi. Ganz klar: Wär das verruggte Örtli bsuecht und nit under dr Ärde übernachtet, isch sälber Schuld! Bi uns isch das jetzt au scho vor 25 Joor här – und dertemols het’s dert hinde no kai WC mit fliessend Wasser gha. Defür am Morge e weneli Sand uf de Zähn. S isch eifach genial gsi! Dä Temperatur-Underschied isch e Wohltat gsi und mir hän under dr Ärde wunderbar gschloofe.

In dr Höhli het’s tatsächlich in allne Farbe gfunklet! Ich ha mir’s nit chönne vrbyyloh und ha mit dr Zahnbürschte an dr Wand aagfange chratze. Mi Schatz het nur gmaint: „Gohts no?!“ – aber ich ha muesse! Dr Erfolg isch leider usbliibe, drum hän mir däre Wohrheit halber doch no e schöne Opal muesse boschte.

Mir sin drey Däg bliibe. Und die Nächt… dä Stärnehimmel isch aimoolig gsi. Du chasch di stehend um 360 Grad draie und gsehsch d Stärne bis an Horizont abe sänke. Sone Pracht ha-n-i no nie gseh und au niene meh erläbt. Fantastisch – ich sääg’s euch, das Land het sich eifach in mi Härz iibrennt.

Coober Pedy kam im dritten Teil der Reihe vor, nämlich in Mad Max – Jenseits der Donnerkuppel (Mad Max Beyond Thunderdome) aus dem Jahr 1985.

Die unterirdische Opal-Minenstadt in South Australia bildete die perfekte Kulisse für die berüchtigte Handelsstadt Bartertown, die im Film von Tina Turners Charakter Aunty Entity beherrscht wird. Auch einige Wüstenszenen rund um die Stadt wurden in der umliegenden, mondartigen Landschaft (wie den Breakaways) gefilmt.

S Fazit vo unserem Bsuech z Auschtralie: Schlussändlig isch`s nid „eini“ vu de idrüggligschte Rais gsi, sondern die Idrüggligschti „ever“!

Reiseroute

Flug Basel – Frankfurt -Singapore – Sidney

Sidney (4 Tage) Opera Haus; Schifffahrt; Bild-Kauf

Flug Sidney – Brisbane

Auto Brisbane – Cairns (7 Tage ca. 1200km)

Cairns (4 Tage) Barrier Reef;

Flug Cairns – Darwin

Darwin (2 Tage)

Flug Darwin – Alice Springs

Alice Springs (4 Tage) Uluru; Didg-Kauf;

Auto Alice Springs – Adelide (7 Tage ca. 2500km) Cooper Pedy;

Adelide (3 Tage) Kangourou Island; Flussfahrt

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