„Migros-Mafia“-Wie mr s Dorf ufgmischt hän

„Birsfälder Erinnerige! “ E weneli fräch, mit emene Augezwinker und em typische Birsfälder „Agglo-Groove“ vo domols.

Dr Uslöser – S Lääbe uf de Gass (Spoti 70er Joor): I ha einigi Joor im Satus Birsfälde Handball g spielt und bi in dr Jungwacht gsi. Ha Flöte gspielt und bi z Birsfälde in e Handorgele-Unterricht. Und ha a schliessend e Kurs bim Tinguely-Brunne, uf ere „Hammond“-Orgele gnosse. Bi z Birsfälde im „Scheuerrain“ sogar im Chirche-Choor gsi. Dört han aber ghört, will i im Winter Angscht gha ha, zoobe elei dur de Hardwald z laufe. Doch zu sällere Zyt het s in Birsfälde für uns Junge, sig`s Buebe oder Meitli , usser stuure Sport oder Musikverein schlichtwäg nüt geh. Keini Rüüm, kei Träffpunkt, nüt. Aber mir hän uns z hälfe gwüsst. Dr Vorplatz vum Migros isch dozmohl de bescht Ort gsi. Är isch belychtet gsi, trogge wäg em Dach und z mitzt im Dorf. S het sogar e Steckdose gha. Also hämmer uns dört troffe, sin umezooge oder dört hänge bliibe. Us däm kollektive Träff isch e feschti Clique worde. Und wyl mir gwüsse „Spiessbürger“ im Dorf nid so ghüür gsi sinn, het sich schnäll dr Name „Migros Mafia“ ergäh. Mit Stolz, hämmer dä Name drait!

Dr Höhepunkt – Wenn dr Ywohnerroot roti Chöpf bechunnt (Frühi 80er Joor): Um 1980 isch unseri Gruppe am greschte gsi. Mir hän dr Vorblatz bsetzt, Musig gloost und dangg dr Steckdose sogar au Fondue gässe. Churz gseit, eifach unsere Spass gha, denn s het wie hüt no, in nägschter Umgäbig keini Awohner gha. Das het im Dorf dozumohl scho e weneli Hysterie ussglöst! D Polizei het sichs mit dr Zyt zur Gwohnet gmacht, des öffteren verbie z fahre. Jo, mi Vater het mi au scho müesse ufem „Poschte“ hole. Klar, s isch natirlig nid guet a cho. Gwüsse us dr Nochberschaft ischs wägem „anschienende“ Lärm schwer ufgschtoose und eine het sogar scho, me glaubts nid, zum Huus us g schosse. Klar, mir wo luttstark unsere Ruum g forderet hän, sin uf eimohl für alles Schuld gsi. Diebstääl, sig`s am Birsfälder Märt, Glacé-Truhe bi dr Tankstell oder süsch neume.

Dr Syg und d Ablösig dur die 2.Generation (ab de 83er Joor): Unser Verhalte het scho Drugg gmacht. Bis d Gmeind ändlig kapiert het, s het au Erwachseni wo öbbis g forderet hänn. Si het Schritt für Schritt die „offeni Jugendarbet Birsfälde“ uffbaut. Dr Schrei noch emene Jugendhuus isch immer lüter worde. Wo denn s Jugendhuus im Lavater Schuelhuus feschti Forme a gnoh het, het sich unseri Szene langsam ufglöst. Vo dr Stross in betreuti Rüüm, aber em harte Chärn isch das Betreuig z viel gsi. Mr hän jo no unseri Hütte ufem Robi-Spielplatz gha oder hänn uns au a gfange, uns „privat“ z träffe. Das isch den Beginn vo „Pockere“ gsi. S het jedem guet do, für`s Gäldseckli e chleine Zuestupf z verdiene. Jo, mr sin älter worde und die wildi, erschti „Migros-Mafia“-Generation isch bis Mitti vo de 80er Joor uffglöst worde. Doch …, schön isch`s gsi! Mr hän Gschicht gschriibe und doch au e weneli Guets biitrait.

Die zweit Generation het`s sogar in d Medie gschafft 🤗

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